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Gliederung der Institutstätigkeit
- Umweltforschung
im Sinne landeskundlicher Grundlagen aus den Gebieten der Zoologie und Botanik und deren Nachbardisziplinen. Dabei ist auch die praktische Bedeutung von Natur- und Umweltschutz, Fremdenverkehr, Jagd, Landwirtschaft, Fischerei usw. zu berücksichtigen.
- Botanik
Botanische Untersuchungen beschäftigen sich vorwiegend mit Bestandsaufnahmen der einheimischen Flora, phänologischen Studien, Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes und der Schilfbewirtschaftung. Ein eigenes Herbarium bildet die Grundlage für floristische Vergleiche.
- Ornithologie
Die Forschungsschwerpunkte bilden Bestandserhebungen und die Kontrolle des Bruterfolges der wichtigsten Brutvögel des Landes.
- Limnologische Forschung
Die Untersuchungsschwerpunkte sind der Neusiedler See und die Salzlacken des Seewinkels. Ein Kontrollprogramm des Neusiedler Sees mit 50 Probenstellen wird routinemäßig erfüllt. 2006 wurden 577 bakteriologische und 572 chemische Proben untersucht. Zusätzlich werden Phyto- und Zooplanktonabundanzen und Biomassen ermittelt. Dies ermöglicht auf der Basis von Langzeitdaten Aussagen über den trophischen Zustand des Sees.
Es werden auch fischereibiologische Untersuchungen am See durchgeführt, wobei das Ziel in einer Kontrolle des Fischbestandes, seiner Zusammensetzung und Entwicklung liegt.
- Natur- und Landschaftsschutz
Ein großer Aufgabenbereich sind die Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes aus wissenschaftlicher Sicht und die daraus resultierenden praktischen Probleme. Größte Bedeutung wird seitens der Biologischen Station Neusiedler See der Zusammenarbeit mit auswärtigen Instituten beigemessen, um so zusätzliche Arbeitskräfte zu aktivieren.
- Koordination der Forschung im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel
- Wasseranalytik
Untersucht werden: Trinkwasser (Einzelbrunnen und größere Versorgungsanlagen), Badegewässer (Hallenbäder, Saunabecken, Freibäder, Badeseen), Fischteiche und Restgewässer aus dem Kiesabbau.
Der Untersuchungsumfang richtet sich zumeist nach den Bestimmungen der , Trinkwasserverordnung, der Bäderhygieneverordnung und der Mineralwasserverordnung. Die bakteriologische Standarduntersuchung beim Trinkwasser umfasst die Bestimmung der Koloniezahlen bei 22°C und bei 36°C, die Untersuchung auf Escherichia coli, coliforme Bakterien und Enterokokken. Bei Bedarf werden zusätzlich Pseudomonas aeruginosa, Clostridien und Legionellen bestimmt.
Die chemischen Standardparameter beim Trinkwasser sind pH-Wert, Leitfähigkeit, Gesamthärte, KMnO4-Verbrauch (TOC), Eisen, Mangan, Ammonium, Chlorid, Nitrat, Nitrit, Bicarbonat und Sulfat.
Bei Schwimmbädern werden üblicherweise die Koloniezahlen bei 36°C, Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa, sowie bei Bedarf Legionellen untersucht. Die chemischen Standardparameter sind pH-Wert, freies und gebundenes Chlor, Eisen, Chlorid, KMnO4-Verbrauch, Ammonium, Aluminium und Nitrat.
Die Untersuchung von Badeseen und Kleinbadeteichen umfasst die Parameter Gesamtcoliforme Bakterien, Fäkalcoliforme Bakterien, Enterokokken und Salmonellen, sowie Temperatur, pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Sichttiefe, Chlorophyll a und die Pflanzennährstoffe Stickstoff und Phosphor.
Im Falle von Fisch- und Landschaftsteichen (Biotopen) werden zumindest die Parameter Temperatur, Sichttiefe, pH-Wert, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, Nitratstickstoff, Gesamtphosphor, TOC und Chlorophyll a untersucht.
- Amtssachverständigentätigkeit
Im Zusammenhang mit Verfahren nach dem Bgld. Naturschutz- und Landschaftspflegegeetz LGBl.Nr. 27/1994 idgF. - NG 1990, dem Wasserrechtsgesetz 1959 idgF., dem Bäderhygienegesetz BGBl. Nr. 24/1976 und dem Lebensmittelgesetz 1975.
- Kurse,Tagungen
An der Biologischen Station werden wissenschaftliche Tagungen, die Stand und Fortschritt der Forschung in diesem Gebiet beleuchten sollen, durchgeführt. Daneben bietet die Station die Möglichkeit Fachkurse, die vorwiegend auf dem Gebiet der Ökologie liegen, durchzuführen.